Cathy Marie Hake: Ein Wirbelwind namens Millie

 

Liebesroman mit Tiefgang

London 1892: Gerade hat Millicent Fairweather ihre Stellung als Kindermädchen verloren, weil der Vater der beiden Mädchen beschlossen hat, dass sie alt genug für das Internat sind. Der Abschied fällt ihr sehr schwer, aber ihre Aussicht, ein Modegeschäft in Amerika mit ihrer Schwester Isabelle und ihrem Mann Frank zu eröffnen, gibt ihr neue Hoffnung. So reist sie mit den beiden per Schiff in ihre neue Heimat Amerika. Auch an Bord ist Daniel Clark mit seinem Sohn Arthur. Seine Frau ist vor 9 Monaten verstorben und nun will er in Texas in der Stadt Gooding ein Geschäft übernehmen und so sesshaft werden. Kurz vor Auslaufen des Schiffes flüchtet die Kinderfrau seines Sohnes und lässt ihn allein. Also sucht er unter den Passagieren der dritten Klasse eine neues Kindermädchen und seine Wahl fällt auf Millicent, weil sie so liebevoll mit Arthur umgeht. Als sie in New York ankommen, ist nichts mehr so, wie sie es geplant hatten. Kurzerhand heiraten Daniel und Millicent, weil alleinstehende Frauen nicht einreisen dürfen. Wird Millicent in der neuen Heimat glücklich werden? Wie kommt sie mit der neuen Rolle als Ehefrau und Mutter klar? Wird Daniel trotz der Zweckehe liebevoll mit ihr umgehen?

Ich muss zugeben, dies ist mein erster Roman von Cathy Marie Hake. Als ich das Buch ausgelesen hatte, merkte ich, ich hätte wohl lieber mit „Kein Job für eine Lady“ beginnen soll. Man begegnet einigen Personen, die auf dem Klappentext der anderen Bücher vorkommen. Dennoch ist die Geschichte in sich abgeschlossen, so dass es nicht so sehr dramatisch ist.

Das Buch ist sehr flüssig geschrieben. Gedanken der Protagonisten sind kursiv gedruckt, das hat mir sehr gut gefallen. Es gibt zwar viele Wendungen im Buch mit denen man nicht gerechnet hat, dennoch wird man nicht von einer Seite auf die nächste gehetzt, es ist eher wie ein Spaziergang und trotzdem nicht langweilig zu lesen. Die Charaktere – vor allem Daniel und Millicent – sind sehr ausführlich dargestellt, man kann sie sich fast bildlich vorstellen. Natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz, allerdings entwickelt sie sich sehr langsam und man kann die Entwicklung gut mitverfolgen, so dass die Auflösung auch nicht zu abrupt kommt.

Ein sehr schöner christlicher Schmöker bei dem der Glaube und die Lesefreude nicht zu kurz kommt!

Simone Janoschke

Verlag der Franckebuchhandlung, ISBN 978-3-86827-329-8, Preis 12,95 Euro

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