Melanie Dobson: Das Haus auf Crescent Hill

Als die freie Fotojournalistin Sarah Bristow mehrere Wochen vergeblich auf die Auszahlung eines Honorars wartet und sich ihre Wohnung in New York nicht mehr
leisten kann, beschließt sie, bei ihrer Großmutter in Crescent Hill Unterschlupf
zu suchen. Den Ort verbindet sie mit einer sorglosen Kindheit. Doch dort
angekommen erfährt Sarah, dass ihre Großmutter verstorben ist und ihr das Haus
als Erbe hinterlassen hat. Schon während ihrer ersten Nacht im leeren Haus
stellt Sarah fest, dass sie nicht alleine ist und steht nicht nur vor der Frage,
wie sie das Haus ihrer Großmutter vor dem Abriss retten kann, sondern auch vor
einem großen Familiengeheimnis…

Der Inhalt des Buches klingt vielleicht etwas
berechenbar und beim Lesen wurden meine spontanen Vermutungen über den weiteren
Verlauf der Handlung oft bestätigt, doch die unterwarteten Überraschungen waren
dadurch um so wirkungsvoller und habe mich vollkommen ahnungslos überrumpelt.
Aber auch durch die leichte Sprache habe ich das Buch gerne in die Hand genommen
und es schnell gelesen. Für mich war es ein schöner Roman zum Abschalten vom
Alltag, gerade deshalb, weil zwischendurch keine geschichtlichen Fakten
eingeworfen wurden und man zum Lesen wenig Konzentration benötigt
hat.

Trotzdem hat der Roman für mich auch Tiefgang gehabt. Sarah wagt es zum
ersten Mal, ihre permanente Unbeständigkeit aufzugeben und einen Neuanfang zu
wagen. Neben Familiengeheimnissen, Intrigen und der Liebe geht es auch um den
Umgang mit Schuldgefühlen und um Vergebung. Außer Sarah als Hauptperson gibt es
noch einige Nebencharaktere, deren Handlungen das Buch ebenfalls prägen und
deren Gefühle näher ausgeführt werden.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich das Buch als leichte Lektüre mit gutem Gewissen weiterempfehlen kann. Es handelt sich um ein Buch zum Entspannen, das besonders im Herbst und Winter dazu einlädt, von warmen, sonnigen Tagen zu träumen.

SCM Hänssler, ISBN 978-3-775-15393-5, Preis 15,95 Euro

Lea Klau

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