Max Lucado: Wilde Gnade

wilde gnade

Ich hatte schon oft Bücher von Max Lucado überflogen, besitze aber selber bisher keines und habe also auch noch keines vollständig gelesen. Da ich aber doch immer wieder über seinen Namen auf verschiedenen Buchrücken gestolpert bin, war ich neugierig und habe mir nun endlich eines seiner Bücher bestellt.

Meine Kritik gleich zu Anfang: In der Kurzbeschreibung zum Inhalt war für mich nicht ersichtlich, dass „Wilde Gnade“ sich so direkt an Jugendliche richtet. Das hat mich deshalb auf den ersten Seiten Lesens etwas überrascht, da der Autor größtenteils Beispiele und Vergleiche wählt, die sich um Schule, den ersten Freund, heimliche Partys in Abwesenheit der Eltern und ähnliches drehen. Auch die Sprache ist sehr an die jugendliche Zielleserschaft angepasst. So wählte der deutsche Übersetzer viele Ausdrücke wie „Ich checkte“, „Schlappschwanz“ und „kapieren“.

Nachdem ich über die anfängliche Verwunderung hinweggelesen hatte, fand ich aber auch sehr viele Themen in diesem Buch, die mich ansprachen. Die Schulzeit ist ja noch nicht so lange her und ich konnte mich noch gut in die einzelnen Situationen hinein fühlen und sie auf meinen nun ja „Erwachsenen-Alltag“ übertragen.

Der laufende Text im Buch wird immer wieder unterbrochen von einem Teil der „Deine Story“ heißt. Dort stellt der Autor zwei bis drei zum Thema passende Fragen und man hat ein paar leere Zeilen, die ausgefüllt werden können. Das soll dazu anregen, sich selber Gedanken zu machen und das Gesagte auf das eigene Leben zu übertragen.

Bücher über Gnade gibt es sehr viele und einige davon durfte ich auch schon lesen – die einen mehr und die anderen weniger gut. Max Lucado schafft es, das Thema sehr erfrischend und spannend zu behandeln. Seine Hauptaussage lautet: „Gott liebt uns bedingungslos – Du musst es einfach nur annehmen!“. Was ist Gnade? Wie funktioniert Gnade? Wie kann ich sie für mich beanspruchen? Auf diese Fragen gibt er klare und bibelgetreue Antworten.

Ganz besonders beeindruckt und ermutigt haben mich einige der vielen Lebensberichte, die Lucado immer wieder in den laufenden Text einfügt. Beim Lesen kam mir oft der Gedanke: „So möchte ich auch sein. So etwas möchte ich auch mit Gott erleben.“

Obwohl inhaltlich keine großen Überraschungen (wie auch, Lucado orientiert sich hier sehr stark an der Bibel), hat das Buch mich doch sehr ermutigt und erbaut. Einige seiner eindrücklichen Schilderungen sind mir im Gedächtnis geblieben und er hat es geschafft, Zusammenhänge nochmal neu so zu erklären, dass sie einfacher verständlich sind.

Fazit: Empfehlung! Nicht nur für Jugendliche.

Gerth Medien, ISBN 978-3-865-91785-0, Preis 9,99 Euro

Rahel Schrameyer

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