Margret Birkenfeld: Lieder – und Lebensgeschichten

Margret Birkenfeld

Schon seit meiner Kindheit ist mir Margret Birkenfeld ein Begriff, denn wie bei vielen christlich sozialisierten Kindern liefen ihre Musikkassetten bei uns zu Hause rauf und runter. „Seht mal, meinen Regenschirm“, „Ja, Gott hat alle Kinder lieb“, „Sei ein lebendger Fisch“ … auch im Kindergottesdienst sangen wir gern ihre Lieder, die so voller eindrücklicher Bilder und Vergleiche waren. Unvergessen ist mir bis heute die Hörspielkassette „Fischen verboten!“ – zwei schlichte Worte, die klarer nicht ausdrücken könnten, dass Gott unsere Schuld im tiefsten Meer versenkt hat und nicht mehr daran denkt.

In „Lieder- und Lebensgeschichten“ erzählt Margret Birkenfeld in kurzen Kapiteln aus ihrem Leben und wie viele ihrer beliebtesten Lieder entstanden sind. Zwischen den Zeilen blitzen immer wieder echte Lebensweisheit und ihr verschmitzter Humor hervor, sodass ihre Geschichten nicht nur für „Fans“ ihrer Lieder interessant sind. Ich kannte nur ungefähr die Hälfte der Liedtexte, trotzdem haben mich viele der unbekannten angesprochen und ich habe sogar Lust bekommen, mir die Musik dazu herunterzuladen (im Anhang findet sich eine umfangreiche Liederliste mit den Downloadnummern bei Gerth Medien – ein schöner Service!).

Ich war überrascht, wie vielen „alten Bekannten“ ich beim Lesen oder Betrachten der Fotos im schön gestalteten Bildteil begegnete: Samuel Harfst, Corrie ten Boom, Manfred Siebald … Diese patente Frau hat durch ihre (Kinder-)Chorarbeit und die verschiedensten Musikproduktionen das Leben so vieler Menschen berührt und oft erlebt, wie Gott sie gebraucht hat, um ganz persönlich zu ihnen zu sprechen. Davon erzählt sie begeistert, aber auch bescheiden und stellt dabei immer Jesus in den Mittelpunkt.

Sehr angesprochen hat mich auch die liebevolle Gestaltung des Buchs. Das Cover und auch der Bildteil sind wirklich sehr gelungen und für mich als Frau sehr ansprechend. Ein großes Lob!

Was ich ein bisschen schade fand: Bereits im Vorwort stellt Margret Birkenfeld klar, dass sie keine Biografie geschrieben hat, sondern es ihr darum ging, die Geschichten ihrer Lieder zu erzählen, „Geschichten der Treue Gottes“. Das ist ihr definitiv gelungen; trotzdem hätte ich mich gefreut, noch mehr Persönliches zu erfahren, zumal sie zu der Generation gehört, die den Zweiten Weltkrieg noch bewusst miterlebt hat.

Insgesamt kann ich „Lieder- und Lebensgeschichten“ aber auf jeden Fall empfehlen – für alle Margaret-Birkenfeld-Liederkenner, Musikinteressierte oder auch Biografieliebhaber.

Gerth Medien, ISBN 978-3-864-91763-8, Preis 14,99 Euro

Esther Middeler

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