Jen Turano: Die falsche Gouvernante

die falsche gouvernante

New York, 1880: Lady Eliza Sumner arbeitet bei Familie Watson als Gouvernante, obwohl sie in der Londoner Gesellschaft eine angesehene Dame war. Als jedoch der Verwalter ihres Vaters samt dessen Geld verschwindet, vernichtende Gerüchte in die Welt setzt, so dass ihr Verlobter sie auch noch verlässt, und dann auch noch ihr Vater stirbt, ist sie gezwungen das Land zu verlassen um sich ihr Geld und ihr Ansehen zurückzuholen. Durch einige unglückliche Verkettungen jedoch verliert sie ihre Stellung als Gouvernante und ist auf den Witwer Hamilton Beckett angewiesen, der an diesen Umständen nicht ganz unschuldig ist und zufällig gerade auf der Suche nach einem Kindermädchen für seine zwei Kinder ist. Doch Eliza benimmt sich nicht immer so vornehm wie es ihre Herkunft vermuten lassen würde und verstrickt sich immer wieder in gefährliche Situationen als sie eine Spur entdeckt die sie zu dem ehemaligen Verwalter ihres Vaters bringt, der sich als Lord Southmoor ausgibt. Wird Eliza ihr Vermögen wiederfinden und so den Namen ihres Vaters wieder reinwaschen können? Und wie soll sie mit dem gutaussehenden Hamilton Becket umgehen der sie immer mehr fasziniert?

Schlägt man dieses Buch auf, versinkt man sofort in diese wunderbare locker leichte humorvolle Geschichte. Immer wieder musste ich herzhaft lachen wenn Eliza sich unabsichtlich daneben benimmt oder einfach ihren Kopf durchsetzen will. In der Mitte gibt es ein paare Längen, aber dann geht es rasant weiter. Mir hat sehr gut gefallen, dass es immer wieder Wendungen gibt mit denen man nicht rechnet und der Roman so nicht vorhersehbar ist.

Nur eine Sache hat mich ein wenig gestört, die nicht so recht passte. Die Sprache ist wunderschön, aber es ist vermutlich der Übersetzung geschuldet, dass sich viele Charaktere duzen wo das wahrscheinlich zu dieser Zeit nicht üblich war. Das störte den Lesefluss immer mal ein bisschen.

Der christliche Aspekt ist sehr verhalten und nur hin und wieder eingestreut, das passt hier aber sehr gut, denn damals wurde Glaube einfach anders gelebt.

Dennoch ist es eine Geschichte, die überrascht und für Liebhaber historischer Romane einige entspannte Lesestunden bietet.

Gerth Medien, ISBN 978-3-865-91928-1, Preis 16,99 Euro

Simone Janoschke

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